Stationäre Pflege

Die zentrale Zielsetzung in diesem Anwendungsbereich ist die Anpassung der Pflege, der Umgangsformen des Personals, der Tagesgestaltung und des materiellen Umfeldes an die individuellen Bedürfnisse der Bewohner. Dabei sollen die Ressourcen optimal gefördert wie auch das Selbstwertgefühl und das Selbstverständnis der Person stabilisiert werden. Von einer Begleitung und Pflege im Sinne der SET kann zudem erwartet werden: die Optimierung der Teilhabe am täglichen Leben, die Optimierung der Grundstimmung und die Reduktion oder Vermeidung von Verhaltensauffälligkeiten. Hierzu liegen bereits gut fundierte Erfahrungen aus dem Seniorenpflegeheim St. Bilhildis in Mainz vor, einer Einrichtung der Franziska Schervier Altenhilfe gem. GmbH. Seit 2006 haben Dr. phil. Barbara Romero und Günther Robl, Leiter des Sozialdienstes von St. Bilhildis, ein Programm zur Implementierung der SET in die stationäre Pflege erarbeitet, das Fortbildungskurse und Supervision umfasst und das in eine Zertifizierung münden kann. Der Umfang des Programms wird speziell auf die Bedarfe der jeweiligen Einrichtung zugeschnitten.

Weitere Informationen: SET-Implementierung.

Zertifizierung

Die SET - alzHEIMer GbR (gegründet von Barbara Romero und Günther Robl) entwickelt und begleitet Implementierungsprogramme für Einrichtungen der stationären Pflege und formuliert Kriterien, nach denen die Qualität der Pflege und Betreuung bewertet werden kann. 
Zur Vorbereitung und Durchführung von Zertifizierungen kooperiert die SET- alzHEIMer GbR mit dem Zertifizierungsinstitut ZertSozial GmbH, einem Prüfungsdienstleister für Soziales und Gesundheit. ZertSozial GmbH ist von der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) reakkreditiert für die Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen und Qualitätsfachpersonal (www.zertsozial.de).
Zurzeit steht das Seniorenpflegeheim St. Bilhildis in Mainz kurz davor, die Einführung des SET-Konzepts mit einer Zertifizierung abzuschließen.
Das Zertifizierungsaudit wird sich an einem Prüfkatalog orientieren, der die Qualität der Betreuung an den Vorgaben der SET misst. Besonders wird von Interesse sein, ob die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen des demenzkranken Bewohners wie auch der Krankheitsverlauf ausreichend erfasst und systematisch berücksichtigt werden. 

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